Kapitel 1 / 7
KI-Automatisierung am vollständigen Vorgang planen
Eine sinnvolle KI-Automatisierung verbindet eine unstrukturierte Eingabe mit einem überprüfbaren Arbeitsergebnis. Zwischen einer E-Mail und einer erledigten Aufgabe liegen jedoch mehrere Entscheidungen: Wer ist der Absender? Zu welchem Auftrag gehört die Nachricht? Welche Information fehlt? Darf das System selbst handeln? Wer bemerkt, wenn die Übergabe scheitert? Genau diese Strecke gehört in die Planung.
Für ein KMU ist deshalb ein abgegrenzter Vorgang ein besserer Projektgegenstand als „KI in der Verwaltung“. Ein brauchbarer Auftrag lautet etwa: Eingehende Wartungsanfragen einem bestehenden Kunden zuordnen, fehlende Angaben markieren und einen prüfbaren Auftrag anlegen. Die KI darf den Freitext erschließen. Eine eindeutige Kundennummer kann anschließend über eine gewöhnliche Suche geprüft werden. Ein verbindlicher Termin bleibt zunächst freigabepflichtig.
So entsteht auch eine verständliche Grenze zwischen KI-Agent, Workflow und Chatbot. Der Workflow steuert die festgelegten Schritte. Ein Sprachmodell hilft bei variablen Inhalten. Ein Chatbot stellt eine Gesprächsoberfläche bereit. Ein Agent kann innerhalb erlaubter Werkzeuge weitere Schritte auswählen. Welche Kombination angemessen ist, hängt vom Vorgang ab; zusätzliche Autonomie muss einen erkennbaren Nutzen haben. Der Vergleich der drei Ansätze erklärt die Auswahl ausführlich.


