Kapitel 1 / 8
Wann ein interner KI-Wissensassistent sinnvoll ist
Ein KI-Wissensassistent hilft Mitarbeitenden, Fragen anhand freigegebener Unternehmensquellen zu beantworten. Sein Nutzen entsteht dort, wo eine gewöhnliche Suche zwar Dokumente liefert, die passende Aussage aber erst aus mehreren Fundstellen zusammengestellt werden muss. Typische Aufgaben sind die Orientierung in Arbeitsabläufen, das Auffinden einer Produktregel oder der Einstieg in eine interne Richtlinie.
Bevor Sie ein Projekt beginnen, sammeln Sie wiederkehrende Fragen aus dem Arbeitsalltag. „Was kann die KI über unser Unternehmen wissen?“ ist dafür zu breit. „Welche Unterlagen braucht ein österreichischer Geschäftskunde für den im Handbuch beschriebenen Austauschprozess?“ lässt sich dagegen mit einer definierten Quelle und einem fachlichen Prüfer beantworten. Fehlt schon die verbindliche Regel, muss zunächst Wissen gepflegt werden.
Der Assistent sollte außerdem eine klare Grenze haben. Er kann eine veröffentlichte interne Regel erklären, aber keine fehlende Genehmigung erfinden. Er kann Fundstellen verbinden, aber einen Widerspruch nicht eigenmächtig zum Unternehmensbeschluss machen. Gerade bei Personal-, Rechts- und Kundendaten ist eine richtige Rückfrage oft das nützlichere Ergebnis als eine vollständige klingende Antwort.


