KI einführen

KI-Schulung für Mitarbeitende: ein Plan für vier Wochen

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8 Minuten
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Themenleitfaden
KI einführen
Verfasst von
Redaktion modernagentsmodernagents ist eine KI-Automatisierungsagentur für KMU.
Illustration: ein offenes Notizbuch mit Checkliste neben einem Kalender mit vier Spalten

Planen Sie die KI-Schulung Ihrer Mitarbeitenden anhand erlaubter Arbeit: Regeln klären, eine begrenzte Aufgabe üben, Fehler prüfen und Arbeitsanweisungen übergeben. Wir empfehlen den folgenden Ablauf über vier Wochen als Ausgangspunkt. Passen Sie Zeit und Tiefe an Geschäftsführung, Bürokräfte und IT an. Halten Sie fest, welche Unterstützung die jeweilige Gruppe noch benötigt.

Das Wichtigste in Kürze

  • Beginnen Sie mit dem freigegebenen System, erlaubten Eingaben und einer bekannten Aufgabe. Legen Sie vor der Übung fest, was ein geprüftes Ergebnis enthalten soll.
  • Geben Sie Geschäftsführung, Bürokräften und IT unterschiedliche Zuständigkeiten innerhalb derselben Fälle. Praktische Kontrollen sollen Unterstützungsbedarf sichtbar machen.
  • Dokumentieren Sie Durchführung und Nachbereitung. Die Bundesnetzagentur empfiehlt bedarfsgerechte Dokumentation, Evaluation und Auffrischung.
  • Bei modernagents begleitet die Schulung die Umsetzung, wie in den Unternehmensangaben beschrieben. Eine Förderung muss gesondert geprüft werden.

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Was sollten Sie vor der Terminplanung vorbereiten?

Wählen Sie eine erlaubte Aufgabe mit identifizierbarer Quelle und fachlich verantwortlicher Person. Nutzen Sie beispielsweise eine synthetische Anfrage und eine freigegebene Antwortregel. Legen Sie fest, wer den Entwurf erstellt, wer ihn prüft und wann eine Eskalation nötig ist. Beginnen Sie nicht mit einer Werkzeugvorführung, solange die erlaubte Arbeit undefiniert bleibt.

Fragen Sie Teilnehmende nach Vorkenntnissen und Unterstützungsbedarf. Prüfen Sie, ob das Lernformat für sie zugänglich ist, ihre freigegebenen Konten funktionieren und sie das Übungsmaterial öffnen können. Vereinbaren Sie, wie Fragen vertraulich und auch in der gemeinsamen Besprechung gestellt werden können.

Bereiten Sie das gewünschte Ergebnis vor, bevor jemand KI verwendet. Legen Sie bei einer Antwortübung fest, welche Angaben übernommen werden dürfen, welche Zusagen ohne Genehmigung ausgeschlossen sind und welche Informationen fehlen. Diese Referenz soll der Übungsleitung bei der Bewertung helfen. Sie soll nicht allen denselben Wortlaut vorschreiben.

Verwenden Sie die KI-Richtlinie als Quelle Ihrer betrieblichen Regeln. Wenn die Richtlinie eine Frage nicht klärt, geben Sie diese an die verantwortliche Person weiter. Lassen Sie Teilnehmende keine Unternehmensregel erfinden, nur damit eine Übung abgeschlossen wird. Halten Sie die ungeklärte Frage im Arbeitsblatt sichtbar.

02 / 08

Wie viel Zeit sollten Sie einplanen?

Vereinbaren Sie die Dauer der Einheiten mit Ihrem Team und prüfen Sie, ob genug Zeit zum Üben bleibt. Reservieren Sie getrennt Zeit für Vorbereitung, angeleitete Übung, Rückmeldung und Korrektur. Tragen Sie nach der Durchführung die tatsächliche Dauer ein.

Die vorgeschlagenen Wochen sind Arbeitsphasen, keine Anwesenheitsvorgaben. Eine bekannte Aufgabe kann weniger Erklärung benötigen, während ein geänderter Freigabeprozess mehr Übung erfordert. Wenn eine Phase fehlende Regeln sichtbar macht, klären Sie diese vor der selbstständigen Anwendung. Der nächste Kalendereintrag belegt nicht, dass das vorherige Problem verschwunden ist.

Vereinbaren Sie anhand der folgenden Tabelle Zuständigkeiten und Ergebnisse. Wir empfehlen diese Lernziele und Kontrollen auf Grundlage der Hinweise der Bundesnetzagentur.

Phase Ziel der Geschäftsführung Ziel der Bürokräfte Ziel der IT Nachweis
Woche 1: Umfang und Regeln Nutzungen und Verantwortliche freigeben Erlaubte Daten und Eskalationsfälle erkennen Konten, Zugriffe und Datenflüsse erfassen Kommentierter Richtlinienfall und offene Fragen
Woche 2: begrenzte Aufgaben Akzeptables Arbeitsergebnis festlegen Aufgabe, Quellen und Ausgabeformat bereitstellen Freigegebene oder synthetische Eingaben vorbereiten Entwurf mit Quellenabgleich
Woche 3: Fehler und Prüfung Stoppbedingungen festlegen Unbelegte Aussagen und Zusagen erkennen Beschränkungen und Meldeweg prüfen Begründete Korrektur, Ablehnung oder Eskalation
Woche 4: Übergabe und Auffrischung Nachbereitung zuordnen Anweisungen auf einen neuen Fall anwenden Konfiguration und Änderungsanlässe dokumentieren Bearbeiteter Fall und Anweisungsversion

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Was passiert in Woche 1: Umfang und Regeln?

Gehen Sie die gewählte Aufgabe gemeinsam durch. Zeigen Sie das freigegebene Konto, die erlaubte Eingabe und den Ablageort des Entwurfs. Lassen Sie Bürokräfte erklären, welche Quelle sie verwenden und wann sie anhalten würden. Die Geschäftsführung klärt Fragen zur Entscheidungsbefugnis, die IT Fragen zur eingerichteten Umgebung.

Verwenden Sie einen erfundenen Richtlinienfall: Das Team darf Antworten aus freigegebenen Servicehinweisen entwerfen, aber keine ursprünglichen Kundendaten in ein nicht freigegebenes Werkzeug eingeben. Lassen Sie die Teilnehmenden den erlaubten Umgang mit einer synthetischen Anfrage bestimmen. Erwartet werden ein zulässiger Weg und ausdrücklich benannte Fragen bei unvollständigen Regeln.

Dokumentieren Sie Unsicherheit, ohne sie zum persönlichen Versagen zu erklären. Wenn sich Teilnehmende über die erlaubte Umgebung uneinig sind, sollte die verantwortliche Person die Anweisung klären und den richtigen Zugang zeigen. Bewahren Sie den kommentierten Fall und offene Fragen als Nachweis der Aktivität auf.

Schließen Sie die Phase mit einer brauchbaren betrieblichen Anweisung ab: erlaubte Aufgabe, erlaubte Eingabe, Quelle, prüfende Person und Eskalationskontakt. Lassen Sie die Zuständigen den Inhalt bestätigen, bevor er in der nächsten Übung verwendet wird.

04 / 08

Was passiert in Woche 2: begrenzte Aufgaben?

Lassen Sie Beschäftigte aus bereitgestelltem Material eine Antwort vorbereiten. Im synthetischen Fall fragt ein Kunde nach einem Termin, während der mitgelieferte Status noch eine ausstehende Entscheidung nennt. Der Prompt soll einen Entwurf verlangen, der den Eingang bestätigt, ohne den Termin zuzusagen, und die noch zu klärenden Punkte benennt.

Die Geschäftsführung definiert das akzeptable Ergebnis: Es soll den gelieferten Status wiedergeben und keine unbelegte Zusage enthalten. Die Bürokräfte liefern Aufgabe, Quellenmaterial und Format. Die IT bereitet die freigegebene Übungsumgebung vor und stellt sicher, dass die Eingaben zur erlaubten Nutzung passen.

Vergleichen Sie den Entwurf Satz für Satz mit der Quelle. Lassen Sie die Herkunft jeder Tatsachenbehauptung markieren. Ergänzt der Entwurf eine Zusage, entfernen Sie diese und besprechen Sie, welche Anweisung oder Kontrolle den Fehler erkennen sollte. Bewahren Sie ursprünglichen Entwurf, geprüfte Fassung und Korrekturbegründung im Übungsnachweis auf.

Verwenden Sie eine flüssig formulierte Antwort nicht als einziges Abnahmekriterium. Die Übung ist abgeschlossen, wenn die teilnehmende Person die Quellengrenze und die verbleibende Lücke erklären kann. Passen Sie die Anweisung an, falls dasselbe Missverständnis in der Gruppe wiederholt auftritt.

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05 / 08

Was passiert in Woche 3: Fehler und Prüfung?

Legen Sie neben der Quelle einen absichtlich falschen Entwurf zu einem synthetischen Fall vor. Verwenden Sie darin einen unbestätigten Termin und einen falschen Empfänger. Lassen Sie Teilnehmende zwischen Korrektur, Ablehnung und Eskalation wählen und ihre Entscheidung begründen.

Die Geschäftsführung legt fest, welche vorgeschlagenen Zusagen einen Stopp erfordern. Bürokräfte prüfen Empfänger, Tatsachen und erlaubte nächste Aktion. Die IT zeigt den vereinbarten Meldeweg und prüft, ob die eingerichteten Beschränkungen den Arbeitsanweisungen entsprechen. Kann eine technische Prüfung nicht abgeschlossen werden, dokumentieren Sie diese Grenze statt eines Erfolgs.

Trennen Sie sprachliche Korrektur und Zuständigkeitsfrage. Beschäftigte können verständlichere Formulierungen vorschlagen. Eine ungeklärte Buchungsentscheidung bleibt trotzdem bei der dafür verantwortlichen Person. Der nächste Schritt kann darin bestehen, diese Entscheidung einzuholen und anschließend einen überarbeiteten Entwurf vorzubereiten.

Legen Sie mithilfe des Leitfadens zu Entwurf und Freigabe fest, was die prüfende Person sehen muss. Die praktische Kompetenzkontrolle fragt danach, ob Teilnehmende die maßgeblichen Belege und die passende Reaktion erkennen. Nutzen Sie sie, um Unterstützungsbedarf zu erkennen.

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Was passiert in Woche 4: Übergabe und Auffrischung?

Geben Sie den Teilnehmenden einen neuen Fall mit denselben Arbeitsanweisungen und einer veränderten Einzelheit. Beispielsweise ist der Termin nun freigegeben, der Empfänger bleibt aber ungeklärt. Lassen Sie die erlaubten Teile bearbeiten und erklären, weshalb der Versand noch Klärung benötigt. So prüfen Sie die Nutzung der Belege statt das Auswendiglernen der früheren Antwort.

Die Geschäftsführung ordnet jede offene Frage einer verantwortlichen Person zu. Bürokräfte sollten wissen, wo die aktuellen Anweisungen liegen und wie sie Hilfe erhalten. Die IT dokumentiert den passenden Konfigurationsverweis und welche Änderungen eine erneute Prüfung der Unterlagen auslösen würden.

Wir empfehlen, ein neues Werkzeug, geänderte Datenregeln, einen anderen Freigabeschritt und wiederkehrende Fehlermeldungen als solche Anlässe festzuhalten. Vereinbaren Sie eine passende Prüfung für die tatsächliche Aufgabe und passen Sie diese an, wenn die Erfahrung eine Lücke zeigt.

Halten Sie bei der Übergabe fest, was bereitsteht, was eingeschränkt bleibt und wo weitere Unterstützung nötig ist. Bezeichnen Sie nicht den gesamten Ablauf als freigegeben, nur weil alle teilgenommen haben. Bleibt die Aufgabe unklar, führen Sie sie weiterhin unter Anleitung aus, bis die verantwortliche Person die fehlende Anweisung geklärt hat.

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Wie verwenden Sie das Arbeitsblatt?

Arbeitsblatt

Laden Sie das Arbeitsblatt zur KI-Schulung herunter

PhaseRolleThemaMaßnahmeStatus
Woche 1GeschäftsführungErlaubte Nutzungen und VerantwortlicheRichtlinienfall besprechenGeplant
Woche 1BürokräfteErlaubte Daten und EskalationSynthetischen Richtlinienfall kommentierenGeplant
Woche 1ITFreigegebene Konten Zugriffe und DatenflüsseUmgebung gemeinsam durchgehenGeplant
Woche 2GeschäftsführungAkzeptables ArbeitsergebnisSollantwort festlegenGeplant
Woche 2BürokräfteAufgabe Quellen und AusgabeformatEntwurf erstellen und mit Quelle vergleichenGeplant
Woche 2ITFreigegebene oder synthetische ÜbungseingabenÜbungsumgebung vorbereitenGeplant
Woche 3GeschäftsführungStoppbedingungenUnbelegte Zusagen prüfenGeplant
Woche 3BürokräfteFehler und menschliche PrüfungSynthetischen Entwurf korrigieren ablehnen oder eskalierenGeplant
Woche 3ITBeschränkungen und MeldewegKonfiguration mit Anweisungen abgleichenGeplant
Woche 4GeschäftsführungVerantwortung für NachbereitungOffene Fragen zuordnenGeplant
Woche 4BürokräfteAktuelle Anweisungen anwendenNeuen synthetischen Fall bearbeitenGeplant
Woche 4ITKonfiguration und ÄnderungsanlässeVerweise zur Übergabe dokumentierenGeplant

Spalten zum Ausfüllen in der Datei: Datum, Teilnehmende, System, Verantwortliche Person, Tatsächliche Dauer, Anweisungsversion, Nachweis, Offene Frage, Nachbereitung.

Laden Sie das Arbeitsblatt zur KI-Schulung herunter (CSV). Es enthält vorgeschlagene Zeilen für Phasen und Rollen sowie leere Felder für tatsächliche Termine, Dauer, Teilnehmende, Nachweise und Nachbereitung. Die Themen sind Planungshilfen, keine abgeschlossenen Schulungsaufzeichnungen.

Die Bundesnetzagentur empfiehlt, Maßnahmen, Inhalt, Zeit und Teilnehmende aufzuzeichnen. Wir ergänzen System, verantwortliche Person, Anweisungsversion und offene Frage, um den Nachweis mit dem Projekt zu verbinden. Wir empfehlen diese Felder für Ihren betrieblichen Nachweis.

Feldgruppe So füllen Sie die Felder aus
Rolle, Thema und Maßnahme Zielgruppe, Gegenstand und tatsächlich durchgeführte Aktivität beschreiben
Datum, Teilnehmende und tatsächliche Dauer Die Planung durch Angaben zur Durchführung ersetzen
System und Anweisungsversion Auf freigegebene Umgebung und verwendete Unterlagen verweisen
Nachweis und offene Frage Den geprüften Fall verlinken und verbleibende Unsicherheit beschreiben
Verantwortliche Person und Nachbereitung Nächste Aktion zuordnen und spätere Klärung dokumentieren

Halten Sie geplante und abgeschlossene Arbeit unterscheidbar. Ein vorausgefülltes Thema belegt keine Teilnahme. Verlinken Sie ein geprüftes Beispiel, statt unnötige Quelldokumente in das Register zu kopieren. Regeln Sie Zugriff und Aufbewahrung über Ihre bestehenden organisatorischen Abläufe. Prüfen Sie die anwendbaren Aufbewahrungsvorgaben.

Zum geänderten rechtlichen Anwendungsbereich und offenen Durchsetzungsfragen nutzen Sie die Hinweise zu Artikel 4 und unseren Beitrag zur KI-Kompetenz. Eine externe Zertifizierung ist laut Bundesnetzagentur nicht erforderlich. Prüfen Sie die Rechtskonformität gesondert vom Ausfüllen des Arbeitsblatts.

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Kann eine Förderung das Projekt unterstützen?

Prüfen Sie die Förderung als gesonderte Entscheidung vor einer Beauftragung. Für Österreich nennt die KMU.DIGITAL-FAQ zur Beratungsförderung eine Programmgültigkeit bis 31. Dezember 2026, weist aber auf mögliche Unterbrechungen durch ausgeschöpfte Budgets hin. Stand: Oktober 2026. Die veröffentlichte Gültigkeit belegt kein offenes Antragsfenster für Ihre Buchung.

Dieselbe Beratungs-FAQ verlangt zugelassene Experten und schließt Kosten vor Antragstellung aus. Ihre Beratungsförderung belegt nicht, dass dieser Schulungsplan erstattungsfähig ist. Die Umsetzungs-FAQ verlangt zusätzlich eine vorherige, bereits ausgezahlte geförderte Beratung. Prüfen Sie Anbieterstatus, Schulungsanteil und aktuelle Verfügbarkeit für das konkrete Projekt.

Für Deutschland nennt die mit 2025 bezeichnete Übersicht der Bundesagentur für Arbeit für den gewöhnlichen Weg der Beschäftigtenweiterbildung mehr als 120 Stunden, eine erforderliche AZAV-Zulassung und in der Erläuterung der Maßnahmeziele einen Ausschluss gesetzlich vorgeschriebener Arbeitgeberschulungen. Andere Förderwege unterscheiden sich. Die ältere Übersicht belegt keinen aktuellen Anspruch für ein kurzes internes Programm.

Klären Sie aktuelle Bedingungen mit der zuständigen Förderstelle, bevor Sie eine Förderung einplanen. Der DACH-Förderleitfaden hilft bei den weiteren Antragsfragen. Verbinden Sie die Schulung selbst mit der KI-Einführung: erlaubte Aufgabe, geprüfte Arbeit, aktuelle Anweisungen und eine benannte Person für die Nachbereitung.

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Robert Van Ysendyck · Gründer und Geschäftsführer